Aktion vorm Kölner Hauptbahnhof

Wir haben uns letztes Wochenende an einer Aktion des Jugendaktionsausschuss – Notstand der Republik in Köln beteiligt.

Die Kölner Dom-Platte wollten wir zumindest symbolisch der Reaktion für kurze Zeit entreißen: Seit Silverster gilt der Kölner Bahnhof und die Kölner Domplatte für Rassisten jeder Schattierung als Kampfbegriff gegen Migranten und Muslime. Um so wichtiger genau hier zu stehen und zu fordern: ASYLRECHT STATT KRIEGSRECHT

 

Köln Bahnhof

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ARBEITERJUGEND #16

Arbeiterjugend

Nein, wir behaupten nicht, dass die SA in braunen Uniformen und mit Hakenkreuzfahnen durch die Straßen zieht. Und nein, diesmal ist es nicht „der Jude“, der für alles Übel in der Welt verantwortlich sein soll.

Die faschistische Sammelbewegung sitzt heute in der bayerischen Staatskanzlei! Die CSU plant ein völkisch-rassistisches Machwerk, das sie als „Integrationsgesetz“ bezeichnet. Kern des Gesetzes ist die „Verpflichtung [der] unabdingbaren Achtung der Leitkultur“. Wir alle werden unter Androhung eines Bußgeldes von bis zu 50.000€ (ohne, dass eine Straftat nachgewiesen werden muss) verpflichtet die „geltende verfassungsmäßige Ordnung“ zu befolgen. Was diese Leitkultur sein soll, das steht weder in diesem noch in einem anderen Gesetz. Aber wenn etwas juristisch nicht definiert ist, dann bedeutet das nichts anderes als mit diesem „Gesetz“ der Willkür Tür und Tor zu öffnen. Das hat dann nichts mehr mit Demokratie zu tun. Dann ist das „Integrationsgesetz“ der CSU ein erstes faschistisches Gesetz.

Weiter droht das Gesetz deutschen Staatsbürgern(!), von denen ein Eltern- oder Großelternteil Migrant ist, sie in „Integrationskurse“ über die „deutsche Leitkultur“ zu zwingen. Das ist eine rassistische Einteilung der Bevölkerung. Dadurch wird unterteilt ob einer „reines deutsches Blut“ in der Familie hat oder ob er Voll-, Halb- oder Vierteleinwanderer ist – je nachdem wer in seiner Familie Migrant ist.

Weiter soll die freie Wahl des Wohnorts für Migranten aufgehoben werden. Genauso sollen jederzeit ihre Wohnungen in Asylbewerberheimen durchsucht werden können. Das Grundrecht auf Unverletzlichkeit der Wohnung wird dadurch aufgehoben. Kinder und Jugendliche, die in Asylbewerberheimen untergebracht sind, soll der Schulbesuch verweigert werden.

In öffentlichen Einrichtungen wie Schwimmbädern oder Bibliotheken sollen Menschen aufgrund ihres ausländischen Aussehens vom Personal nach ihrem Aufenthaltsstatus kontrolliert werden. Wird ein Nicht-Deutscher kontrolliert, soll er über die Hausordnung belehrt werden und wenn er der Hausordnung nicht zustimmt, kann ihm der Zutritt verweigert werden.

Kundgebung MUC IntegrationsgesetzSJD – Die Falken auf einer Kundgebung in München gegen das „Integrationsgesetz“

Die meisten unserer Groß- und Urgroßeltern behaupten, sie wussten nichts von Dachau und Auschwitz. Sie behaupten man hätte nichts gegen die Nazis machen können. Wir stehen heute vor einer nicht unähnlichen Situation. Sollen wir uns später von unseren Kindern vorwerfen lassen: Ihr wusstet es und ihr habt nichts gemacht? Der Faschismus ist nichts Historisches, kein Betriebsunfall in der Geschichte der Menschheit. Er fällt nicht von heute auf morgen vom Himmel, sondern wird Schritt für Schritt vorbereitet. Und dagegen braucht es unseren Widerstand. Egal ob Fertigungsmechanikerin oder Schreiner, ob Bäckereifachverkäuferin oder Anlagenmechaniker: Was die CSU plant, ist ein Generalangriff auf uns alle. Allein kannst du dich dagegen nicht wehren, aber wenn sich die Jugend zusammenschließt ist sie eine Kraft. Das beweisen auch die derzeitigen Kämpfe der arbeitenden und lernenden Jugend in Frankreich, die sich gegen die Angriffe der Regierung auf die erkämpften Rechte der Werktätigen wehrt.. Also: Aufgewacht, Arsch hoch und den Kampf begonnen!

Demo gegen das „Integrationsgesetz“
19. Juni 2916, 11:00 Uhr, Schwanthalerstr 64, München
Du willst mitfahren? Melde dich bei uns!

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Infoveranstaltung zum bayerischen „Integrationsgesetz“

Infoveranstaltung FB

Zurzeit werden auf Bundes- und auf Länderebene „Integrationsgesetze“ geplant. Der vorliegende Kabinettsentwurf für ein bayerisches „Integrationsgesetz“ wird von vielen Seiten scharf kritisiert.

So z. B. von Gewerkschaften, Jugendorganisationen Juristenverbänden, Bürgerrechtsorganisationen, verschiedenen Parteien, dem Mieterbund, Flüchtlingsräten und Pro Asyl, Flüchtlingshelfervereinen, Ausländerbeiräten, Wohlfahrtsverbänden, der Katholischen Arbeitnehmerbewegung und vielen weiteren – nicht zuletzt auch von uns, die wir zu dieser Informationsveranstaltung einladen.

Wir finden, dieser Entwurf der bayerischen Staatsregierung für ein sogenanntes Integrationsgesetz ist verfassungswidrig und eine irreführende Bezeichnung. Im Gegenteil: Dieses sogenannte Integrationsgesetz treibt die Republik nach rechts, es ist ein Angriff auf die Demokratie und uns alle. Mit Integration hat das nichts zu tun.

Über den Inhalt des Entwurfs und die Gründe für die breite Ablehnung und Empörung, die er auslöst, informieren wir Sie und euch in unserer Informationsveranstaltung.

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Manöverkritik

Manöver HP

°°°Poetry Slam°°°Theater°°°Musik °°°Sketch°°°Kurzfilm°°°
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Manöverkritik ist bereit, die Herzen der Menschen zu erobern.
Außergewöhnliche Beats, mitreißender Poetry Slam und fesselnde Theaterszenen transformieren Allerwelts Blabla zu Real- Deep Shit.
Manöverkritik ist Kreativität mit politischen und gesellschaftskritischen Inhalt.
Hier entsteht die Vorraussetzung für einen phantastischen neuen Industriezweig: Eine eigene Meinung.
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Thomas Spitzer ++ Poetry Slam
Queens Beat ++ Gesang & Digeridoo
DGB Jugend Ostbayern ++ Sketch
SJD-Die Falken KV Regensburg ++ Theater & Kurzfilm
Anti_Ra_AK Regensburg ++ Kurzfilm
Amnesty International Hochschulgruppe Regensburg ++ Sketch
Jugendclub Theater Regensburg ++ Theater
Flora Pulina ++ Theater
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Die Veranstaltung wird im Rahmen „Demokratie leben“ gefördert und ist kostenlos.

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Kundgebung gegen das bayerische „Integrationsgesetz“

FB Kundgebung LeitkulturDass die CSU rassistisch ist, ist keine neue Erkenntnis: „Wer randaliert, fliegt raus, und wer kein Deutsch kann, kommt gar nicht erst rein“, „Wir brauchen weniger Ausländer, die uns ausnützen, und mehr, die uns nützen.“, „Wir werden uns gegen Zuwanderung in deutsche Sozialsysteme wehren – bis zur letzten Patrone.“ Haltungen wie diese haben sich von Strauß über Stoiber bis Beckstein und Seehofer nicht geändert.

Nun legt diese Partei einen Entwurf für ein sogenanntes Integrationsgesetz vor. Eine irreführende Bezeichnung. Dieses Gesetz sieht nicht nur vor, Flüchtende noch menschenunwürdiger als bisher zu behandeln, es ist ein Angriff auf uns alle! Alle Menschen in Bayern sollen mit dem Gesetzesvorhaben auf die (deutsche) Leitkultur verpflichtet werden. Was das sein soll, wird nicht benannt und damit jeglicher staatlichen Willkür überlassen.
Wer sein Grundrecht auf Versammlungsfreiheit verteidigt und sich nicht der erzwungenen „Rechts- und Werteordnung“ unterwirft, der muss mit staatlicher Repression, beispielsweise mit Strafzahlungen bis zu 50.000€, rechnen. Der „kann durch die Sicherheitsbehörden verpflichtet werden, sich einem Grundkurs über die Werte der freiheitlichen demokratischen Grundordnung zu unterziehen.“ (Art. 13 und 14). Und das alles ohne Nachweis einer Straftat, ohne Gerichtsbeschluss! Dieser Angriff auf die bürgerliche Demokratie bzw. die Aushebelung demokratischer Grundrechte wird offen festgeschrieben: „Auf Grund dieses Gesetzes können die Grundrechte auf Freiheit der Person, Versammlungsfreiheit, Unverletzlichkeit der Wohnung und Eigentum (…) eingeschränkt werden.“ (Art 18). Und das, obwohl im Vorwort „allein die Wahrung der unveräußerlichen Grund- und Freiheitsrechte jedes Menschen“ als Grundlage friedlichen Zusammenlebens in Freiheit genannt wird.

Um nur einige Beispiele zu nennen:
Weg mit der Rundfunkfreiheit: Die Medien werden per Sollvorschrift auf die Leitkultur verpflichtet (Art. 10). Gleiches gilt für Arbeitende im Erziehungs- und Bildungsbereich, denn sie sollen Kinder und Jugendliche im Sinne der Leitkultur erziehen (Art. 6 und 7). Dabei werden Kinder in Asylunterkünften von der Schulpflicht und damit faktisch aus der Schule ausgeschlossen (Art. 17a, Art. 35, Abs. 2). In Schwimmbädern, Bibliotheken und anderen öffentlichen Einrichtungen soll gelten: „Die Zulassung nicht freizügigkeitsberechtigter Ausländer kann von einer vorherigen Belehrung und dem ausdrücklichen Anerkenntnis der bestehenden Vorschriften abhängig gemacht werden.“ Da man niemandem seinen Aufenthaltsstatus ansieht, können Beschäftigte in den Einrichtungen dazu gezwungen werden, alle „ausländisch Aussehenden“ auf ihren Aufenthaltsstatus zu kontrollieren und ggf. zu belehren und ihnen bei Weigerung den Zugang zu verweigern. (Art. 17a, Art. 15). Wie praktisch wäre da ein offensichtliches Kennzeichen.
Eine erzwungene „Integrationsförderung“ soll auch für Deutsche gelten, „die in besonderer Weise integrationsbedürftig sind und (…) zumindest einen Eltern- oder Großelternteil haben“, der eingewandert ist (Art. 2). Damit sind die „Viertel-Einwanderer“ geschaffen – ein Begriff, der grausame Assoziationen weckt …

Schon einmal wurde die „deutsche Leitkultur“ zum verbindenden Element einer die halbe Welt versklavenden Volksgemeinschaft erklärt. Der NSDAP-Innenminister Wilhelm Frick drückte es 1933 lediglich anders aus: „Jeder aber, der sich gegen Deutschland wendet, soll wissen, dass er als Feind des Volkes aus der Volksgemeinschaft ausgemerzt wird.“. Wer heute in diesem Land meint, andere auf seine eigene Kultur zu verpflichten, dem schwebt nichts Gutes vor. Und die „Sammlungsbewegung zur Rettung des Vaterlands“ meint es offensichtlich ernst damit,
dass „es rechts von der CSU keine demokratisch legitimierte Partei geben“ darf (Strauß) und treibt damit die gesamte Republik nach rechts.

Nicht mit uns! Wir wehren uns gegen diese deutsche „Leitkultur“!

Kommt auch zur Informationsveranstaltung am 2. Juni, 18 Uhr, Gewerkschaftshaus München, Schwanthalerstraße 64

Grüne Jugend München
Freie Deutsche Jugend
Kämpfende Jugend Ingolstadt
SDAJ München
SJD-Die Falken Bayern
ver.di-Jugend München

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