Der 27. Januar – ein Tag der Befreiung

Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrationslager Auschwitz von der Roten Armee befreit.
Auschwitz ist das Synonym für millionenfachen industriell organisierten Mord. Die Deportierten
waren Sinti und Roma, politische Gegner und Homosexuelle. Die größte Opferzahl ergibt sich aus
dem Schicksal von hunderttausenden Jüdinnen und Juden. Die Forderung „Nie wieder Faschismus“
ist mit der Mahnung „Nie wieder Auschwitz“ und der Anerkennung eines besonderen Schutzraumes
für das jüdische Volk verknüpft.
Ein Jahr zuvor, am 27. Januar 1944, kam es zu einem anderen Ereignis, das weit weniger bekannt ist:
Leningrad wurde befreit. 900 Tage lang war die Stadt von den deutschen Faschisten belagert worde.
Eine Million Sowjetbürger und Sowjetbürgerinnen sind in diesem Zeitraum gestorben, die meisten
verhungerten elendig. Nur unter größtem Einsatz, sowohl auf der Seite der Roten Armee, als auch
auf ziviler Seite konnte verhindert werden, dass das „ideologische Herzstück der Sowjetunion“, wie
es die Nazis benannten, durch die Feinde der Menschheit dem Erdboden gleichgemacht wurde.
Die mutigen Leningrader ließen sich während der Zeit der Blockade nicht beirren und glaubten fest
an einen Sieg der Roten Armee. Auch das kulturelle Leben kam nicht zum Stillstand: Die Schule ging
weiter, der Architekt Alexander Nikolski entwarf einen Triumphbogen zur Feier des Sieges und der
Komponist Dimitri Chostakovich schrieb seine siebte Sinfonie Namens „Leningrader Sinfonie“, die
noch während der Blockade in der beschädigten Philharmonie uraufgeführt wurde.
Zur weiteren Auseinandersetzung empfehlen wir den Film „Der unbekannte Krieg. Die Belagerung
von Leningrad“ aus US-Amerkianscher Produktion. Er kann auf Youtube angesehen werden:
https://www.youtube.com/watch?v=6ofusc7y_qo

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